Bereich Wohnen – gelebte Zusammenarbeit und eine unvergessliche Jubiläumswoche
Das Jahr 2024 hat uns in aller Deutlichkeit gezeigt: Die enge, engagierte Zusammenarbeit zwischen unseren verschiedenen Bereichen am Standort Ilgenhalde zeichnet uns aus. Sie ist eine Bereicherung für alle Mitarbeitenden und trägt massgeblich zur Qualität der Begleitung der Kinder und Jugendlichen bei.
Es ist Anfang Juni 2024. Unsere Zirkuswoche zum 50-jährigen Jubiläum steht bevor und der Zeltaufbau auf dem Programm des frühen Samstagmorgens. Doch der dafür vorgesehene Platz auf dem Gelände der Ilgenhalde versinkt im Schlamm, ausgelöst durch den Dauerregen der vorangegangenen Tage. Der Aufbau des Zeltes mit rollstuhlgängigem Zugang scheint unmöglich. Und doch steht das Zelt vier Tage später, pünktlich zum ersten Einsatz vor Publikum, in voller Pracht. Möglich gemacht durch den eindrücklichen Einsatz von Mitarbeitenden aus allen Bereichen und dem grandiosen Anpacken des Hausdienstes. Die Proben mit den Kindern und Jugendlichen wurden in der Zwischenzeit spontan umorganisiert und in der Aula und den Fluren des Schulgebäudes durchgeführt.

Dieser Anlass ist nur ein Beispiel von Vielen, das uns vor Augen geführt hat, wie engagiert und harmonisch alle Bereiche gemeinsam zum Wohl der Kinder und Jugendlichen anpacken – auch in aussergewöhnlichen Situationen. Wie die Kinder und Jugendlichen dann bei der Zirkuswoche über sich hinausgewachsen sind, wie viele kleine und grosse Entwicklungsschritte zu beobachten waren und was für ein Strahlen das gemeinsame Erleben ausgelöst hat, ist ein Highlight des Jahres, das uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Die Jubiläumswoche ist für uns darüber hinaus eine Erfahrung, die uns zeigt, wie die Umsetzung der UN-BRK in der Praxis gelingen kann. Selbstbestimmung zu fördern und Barrieren zu senken sind Themen, die uns auch in Zukunft beschäftigen werden.
Konzeptionell haben wir in diesem Zusammenhang 2024 das Rahmenkonzept erstellt, welches Haltungsfragen der Begleitung über alle Bereiche festhält.
Im 2025 werden wir dieses Konzept weiter vertiefen und uns mit der Erstellung des Erziehungskonzepts beschäftigen. Wiederum eine Aufgabe, die wir bereichsübergreifend angehen werden.
Anspruchsvoll bleibt weiterhin das Thema der Personalsuche. Insgesamt arbeitet der Bereich Wohnen mit vielen langjährigen Mitarbeitenden und ist gut aufgestellt. Schwierig bleibt das Besetzen von Stellen in der Therapeutischen Wohnschulgruppe (TWSG), in der Jugendliche mit herausforderndem Verhalten begleitet werden. Unser Ziel ist es diese Engpässe möglichst bald zu beheben, so dass das Angebot mittelfristig wieder in vollem Umfang angeboten werden kann. Aktuell ist die TWSG jedes zweite Wochenende geschlossen, um sie möglichst mit dem vorhandenen Personal abdecken zu können.
Abgerundet wurde das Jahr im November durch einen Weiterbildungsanlass für alle Mitarbeitenden, der auf grossen Zuspruch stiess. Zum Thema Positive Verhaltensunterstützung (PUV) gab die externe Expertin Judith Ormazabal, klinische Psychopädagogin M.Sc., ihr Fachwissen im Rahmen der Ilgenhaldetagung an die Teilnehmenden anschaulich und praxisnah weiter.
In diesem Sinne freuen wir uns darauf, auch in Zukunft, Kontinuität zu bieten und uns gleichzeitig weiterzuentwickeln. Dies stets mit dem Fokus für eine Umgebung zu sorgen, in der sich unsere Kinder und Jugendlichen wohlfühlen.