Der Standort Ilgenpark blickt auf ein intensives Jahr zurück. 2025 wurde das 40-jährige Jubiläum gefeiert: ein Anlass, um auf eine lange Geschichte zurückzuschauen. Gleichzeitig war das Jahr geprägt von zahlreichen Anstrengungen, um den Standort zukunftsfähig aufzustellen. Mit Silvia Badertscher, Leiterin Standort, und Vivien Scheuermann, Leiterin Pflege und stellvertretende Standortleitung, haben zwei neue Kapitäninnen das Steuer übernommen. Mit Übersicht und Engagement navigieren sie den Ilgenpark durch bewegte Zeiten.

Im Jahr 2025 ist der Ilgenpark auf dem Weg zur Stabilität ein gutes Stück vorangekommen. Es galt, zahlreiche Auflagen des kantonalen Gesundheitsamts zu erfüllen, die neben dem anspruchsvollen Alltagsgeschäft mit erheblichem Zusatzaufwand verbunden waren. Dies bei begrenzt verfügbaren Ressourcen. Im ersten Halbjahr legte die interimistische Leiterin Pia Kasper-Imhof mit grossem Engagement dafür wichtige Grundlagen. Seit dem Sommer wird der Standort von Silvia Badertscher dauerhaft geleitet. Gemeinsam mit Vivien Scheuermann führen die beiden seither mit Ruhe, Klarheit und grossem Einsatz die anstehenden Aufgaben weiter. Dabei bringen sie eine spürbare Wertschätzung für die Mitarbeitenden zum Ausdruck, die sich Tag für Tag mit hohem Fachwissen und grossem Engagement einbringen.

Die neue Beständigkeit in der Leitung hat bei den Mitarbeitenden Sicherheit und Vertrauen geschaffen. Auch die Zusammenarbeit mit den Angehörigen hat im vergangenen Jahr an Qualität gewonnen. In mehreren Angehörigenanlässen konnten gemeinsam mit dem Stiftungsrat zentrale Themen angesprochen und im gemeinsamen Austausch vertieft werden.

Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der Vermittlung des neuen Begleitkonzepts. Dieses beschreibt die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in der Praxis und wurde im Laufe des Jahres erfolgreich eingeführt sowie bei den Mitarbeitenden geschult. Nun gilt es, die konkrete Umsetzung weiter zu vertiefen. So werden unter anderem die Jahresgespräche mit den Klientinnen und Klienten neu gestaltet, wobei deren Selbstbestimmung konsequent im Vordergrund steht. Ergänzend dazu wurden zahlreiche kleinere Projekte angestossen, um die soziale Teilhabe Schritt für Schritt stärker zu verankern. In diesem Zusammenhang bleibt die Teilnahme am Steiner Jahresmarkt

besonders in Erinnerung: Mit einem eigenen Stand waren die Klientinnen und Klienten mitten im Marktgeschehen präsent und verkauften mit sichtbarem Stolz selbstgemachte Produkte wie Karten und Taschen. Solche Momente zeigen eindrücklich, dass sich die gemeinsamen Anstrengungen lohnen. Auch im Alltag wird dies spürbar, in den vielen kleinen Entwicklungsschritten der Klientinnen und Klienten und darin, dass sie Orientierung finden, wissen, an wen sie sich wenden können und was sie von uns erwarten dürfen. Als weiterer Fortschritt im Jahr 2025 ist die intensivierte Zusammenarbeit der beiden Erwachsenenstandorte Ilgenpark und Ilgenmoos hervorzuheben. Sowohl bei der Umsetzung des Begleitkonzepts als auch bei neuen anstehenden Projekten arbeiten Mitarbeitende beider Standorte neu vertieft in gemeinsamen Arbeitsgruppen zusammen. Ziel ist es, Synergien zu nutzen und sich gegenseitig fachlich weiterzuentwickeln.

Ein besonderes Highlight war im September der Jubiläumsanlass zum 40-jährigen Bestehen des Standorts. Über Monate hinweg wurde dieser in einer Arbeitsgruppe mit grossem Engagement vorbereitet. Dabei wurde die lange Geschichte des Ilgenparks nochmals sehr präsent – sei es durch alte Zeitungsartikel oder durch Fotografien von Klientinnen und Klienten, die heute noch im Ilgenpark leben und damals noch jung waren. Das Fest selbst war geprägt von viel Eigenleistung der Klientinnen und Klienten sowie der Mitarbeitenden. Besonders gefreut hat uns zudem, dass zahlreiche ehemalige Mitarbeitende der Einladung gefolgt sind. Silvia Badertscher blickt mit Tatendrang und Zuversicht in die Zukunft:

«Ich freue mich darauf, den eingeschlagenen Weg der Stabilisierung gemeinsam mit unseren engagierten Mitarbeitenden fortzusetzen.»